Geocaching Magazin – Fazit

Das Event ist vorbei und ich halte meine Ausgabe des Geocaching Magzins in den Händen. Die Event-Location haben wir nach guten 3 Stunden Fahrtzeit erreicht und sind mit einstündiger Verspätung erschienen – dem zäh fließenden Verkehr der A3 sei Dank. Trotz dieser Verspätung waren noch Exemplare erhältlich, so das wir nicht leer ausgingen. Das Event als solches fällt in die Kategorie “5 von 5 möglichen Sternen”, was aber nichts mit dem Magazin zu tun hat. Die Mischung der Leute am Tisch hat einfach gepasst und so wurde der Spaßfaktor quasi zum Selbstläufer. Die Location selbst war passend, das Essen haben wir uns jedoch aufgrund des Hints verkniffen. Ersatzweise durften die Schnaken dann bei uns essen – aktuell liege ich bei knappen 40 Stichen.

Um aber auf den Anlass des Events zurück zu kommen, am ehesten lässt das Magazin sich so beschreiben: Es bringt Licht ins Dunkel. Wo Licht ist, ist aber auch Schatten.

Fakten:

  • Preis: 4,70€
  • Auflage: 17.000 Exemplare
  • Seiten: 76
  • Werbung: 8 Anzeigen

Die “helle” Seite des Magazins beinhaltet folgende Punkte:

  • In den Cache-Reportagen sind ansprechende (und vor allem authentische) und hochauflösende / scharfe Bilder zu finden.
  • Breitgefächerte Themenwahl
  • Wenig (dafür sehr Zielgruppenorientierte) Werbung

Die “dunkle” Seite des Magazins:

  • Kein einheitliches Schriftbild -> In manchen Artikeln findet sich dreispaltiger Text mit Linksbündiger Ausrichtung, die darauffolgende Seite hat dreispaltigen Text mit Zentrierung und einen Zeilenabstand von 1,5. Sorgt nicht gerade für entspanndes Lesen…
  • Sehr unglückliche Farbwahl -> Rote Schrift auf Grünen Hintergrund im Thema “Led Lenser – Fenix” (Nicht nur für Personen mit Rot-Grün-Schwäche schwer zu lesen)
  • Zu viele Rechtschreibfehler, welche den Lesefluß / das Lesevergnügen erheblich schmälern
  • Teils unscharfe / pixelige Bilder bzw. manche Bilder schneiden Teile des Textes ab. (Siehe “Wieviel GPS braucht der Mensch”)
  • Lognummer eines Jeep-TBs im Heft (ob sich da der Owner des TBs freut?)
  • Keine GC-Codes -> Ein Tradi ist ja kein Geheimnis. Schade, das man nach dem Bericht (z.B. London) erst alle Caches einzeln auf GC.com suchen muss.
  • Ausgeschriebene Links in den Artikeln -> Lenkt zu arg vom Inhalt ab

Diese Fehler sind aber nur Kleinigkeiten, welche sich recht problemlos beheben lassen. Mein Tipp an die Macher: Schnappt euch doch mal eine c´t und schaut euch das Ende eines Artikels an. Dort stehen Links und Infos die relevant sind, den Lesefluss aber nicht stören.

Dinge, die die Welt nicht braucht oder eine Möglichkeit, den Medien (hoffentlich) fundierte Berichte stückchenweise und mundgerecht zu servieren?

Diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten. Weder ist es ein Produkt, was dringend benötigt bzw. nicht benötigt wird noch taugt es zur Beantwortung von Medienanfragen. Ich denke, es ist ein Nischenprodukt und wird auch ein Nischendasein fristen (was nicht Negativ gemeint ist).

Unterm Strich: Das Magazin verursacht ein gemischtes Gefühl. Es ist schön, wieder mal analog zu lesen (oder um es mit den Worten der Dosenfischer zu beschreiben: Totholz in den Händen zu halten) sowie Infos und Geschichten aus mehreren Bereichen präsentiert zu bekommen, andererseits enthält das Magazin keine News oder Berichte, welche es in der Art und Weise nicht auch im Internet zu lesen gibt.

Trotz allem wünsche ich dem Herausgeber viel Erfolg.

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